Mittwoch, 23. Mai 2012

23. Mai virtuelle Aussenlandung...

Ich plan mein CZ angemeldetes 850km Viereck, aber es will einfach nicht so richtig losgehen.
Oben treibt noch etwas Restmüll von den gestrigen Gewittern rum und ansonsten keine Cu.
Ich starte trotzdem gegen 10, sonst wirds eh zu spät für meinen Task.
super niedrige Cu, darüber komische Restbewölkung
Als ich die Rattel ausmach sieht man schon einige sehr niedrige Cu, die aber fast am Gelände aufliegen. Eigentlich wollte ich zu dem Zeitpunkt schon fast wieder umdrehen.
Na ja, mal schauen was geht. Ich geb Arnbruck als Zielpunkt ein und gleit mit -300m los.
50m Höhe hab ich hier rausgeholt
über den ersten Cu, mit Basis ca. 1100m MSL, kann ich drüber etwas steigen zentrieren und gewinn 50m.
Ich flieg weiter über den Pröller ab, ohne Motor würde man sowas niemals machen. Die Chancen da oben zu bleiben schätze ich 10% ein.
ewig dauernder Bodenkampf hinterm Pröller
20 Minuten bastel ich hier mit Unterstützung durch Hangaufwind in unergiebigen Nullschiebern rum (inzwischen mit Wasser nur noch 1000m MSL, Straubing natürlich unerreichbar wie auch Arnbruck) bis sich über mir einige Fetzen bilden in denen ich mich hocharbeiten kann. Die 20 Minuten waren wirklich hardcore Segelfliegen (für unsere Verhältnisse, die Alpenflieger grinsen da nur drüber).
im Luv der Fetzen nochmal 100m gegenüber der Basis rausholen, damits für Arnbruck reicht
Endlich reichts für Arnbruck, so daß ich weiter flieg.
unter dem Zeug gings dann tatsächlich bis 2000m
weiter unten immer noch in 1100m die Wolkenfetzen, oben eine weitere Basis bei 2000m. Es gelingt mir knapp vor Arnbruck, mich unter den hohen Wolken und vielleicht auch mit etwas Wellenunterstützung vom Arber hochzuarbeiten.
Ganz offensichtlich gibt es hier flächig eine Inversion bei ca. 1100m, dann eine weitere bei ca. 2000m.
Hat man es geschafft sich über die erste Inversion zu arbeiten, gehts ganz gut.
über der Basis
Ab hier gings dann aber Richtung Pilsen im Prinzip nur noch im unteren Stock dahin.
Im weiteren Verlauf des Flugs komm ich nicht mehr an die hohe Basis. Erstens, weil es im Wind wirklich verdammt zerissen und schwer war und ausserdem, weil ich letztendlich nicht geduldig genug war einen 1m bis oben auszukurbeln, ein Fehler. Es war aber insgesamt auch schlecht, extrem zerissen und die Thermik von unten raus kaum zu nehmen.
tief
die Landebahn von Pilsen
Querab Pilsen erwischt es mich dann endgültig. In unchristlichen 140m AGL schmeiss ich den Motor im Endanflug auf ein schönes Feld, die gibts hier bei Pilsen auch wirklich genug ! Genau 2 Sekunden später 2m Steigen. So ist das halt manchmal...

Beim Zurückfliegen (kein Bock mehr) lass ich absichtlich ein paar gute Bärte liegen um zu schauen ob ich mich im NO Wind am Hohen Bogen ausgraben kann.
Hangflug
am hohen Bogen
Es geht schwierig bis knapp über Kammhöhe, mehr aber nicht.
Ich flieg weiter ins Chamer Becken, Richtung dortigem Flugplatz und erwisch vorher einen mässigen Bart der mich heimbringt.
Es muss auch die richtig miesen Tage geben.



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