Samstag, 28. Februar 2015

zu Gast beim D-Kader Bayern

Achim Reuther hatte mich eingeladen, am 28.03. einen Vortrag über ein paar meiner Ideen zum Thema Streckenflug nachzukommen und das habe ich dann auch sehr gerne gemacht.
Das Junioren D-Kader hatte sich in Regen einquartiert. Leiter ist Claus Triebel, den ich schon von einem Wettbewerb kenne.
Man muss natürlich sagen, daß die meisten der anwesenden Piloten mich in einem Wettbewerb stehen lassen würden und so war es denn auch mehr ein Meinungsaustausch wo jedes neue Bild sofort eine angeregte Diskussion auslöste. So bin ich in den verfügbaren 2 Stunden etwa mit 1/3 meiner Themen durchgekomen.
Interessant auch die komplett unterschiedlichen Ansichten zwischen Holger Back und Klaus Triebel zum Thema Linienfliegen etc. Holger anscheinend eher zu kleinen Umwegen bereit und Klaus eher Direktkurs Vollgas auf die nächste Wolke. Beides scheint ja gut zu funktionieren.
Das ist das besondere am Segelflug, daß man mit komplett unterschiedlichen Flugstilen sehr erfolgreich sein kann.
Danach folgte ein Vortrag eines Psychologen über Mentalcoaching. Der war aber sehr allgemein und doch sehr weit weg vom Segelfliegen. Viele interessante Denkansätze waren aber dabei.
Der krönende Abschluss für mich - und allein dafür hatte es sich schon gelohnt dort hin zu fahren, war ein Vortrag über Alpenfliegen von Benjamin Bachmaier.

Wer ihn nicht kennt, er hat einen der besten Blogs in DE:
https://flugfieber.wordpress.com/
Sein Vortragsstil ist genauso unterhaltsam wie sein Blog !

Claus hat mich zum Training nach Feuerstein eingeladen. Ich werde gerne kommen und wahrscheinlich mehr dabei lernen als die Schüler.


Mittwoch, 25. Februar 2015

Wolkenstrassen

ich war mal wieder fleissig und hab an meinem Wolkenstrassensimulationen weiter programmiert. Als Grundlage für die folgenden Rechnungen diente mein Flug vom 11.12.2014


An diesem Tag war ich sehr schnell, die Frage ist aber:
Was wäre noch gegangen bzw. wie hätte ich es noch schneller fliegen können ?



Daher die Idee

Auswertung des IGC Files, Bestimmung des Luftmassensteigens und eine anschließende Simulation verschiedener Flugstile.

Zeile aus dem IGC File:
B1310182609234S01718447EA0344403598   'der Rest der Zeile ist der I record
        131018   2609234S  01718447E  A 03444      03598    
        hhmmss   Latitude  Longitude  A AltPress   AltGPS
Im I Record stecken dann noch spezifische Infos, Vario, Engine Noise Level TAS etc.

Es ist nur eine relativ simple Software nötig um aus diesen Daten alles rauszulesen was man wissen muss:

Do
            Line = MyRead.ReadLine
            If Strings.Left(Line, 1) <> "B" Then Continue Do
            I += 1
            Flight(I).FlyDate = New Date(MyYear, MyMonth, MyDay, CInt(Strings.Mid(Line, 2, 2)), CInt(Strings.Mid(Line, 4, 2)), CInt(Strings.Mid(Line, 6, 2)))
            Flight(I).FlyAlt = Val(Mid(Line, 26, 5))
            Flight(I).FlyLat = Val(Mid(Line, 8, 2)) + Val(Mid(Line, 10, 2)) / 60 + Val(Mid(Line, 12, 3)) / 1000 / 60
            Flight(I).FlyLong = Val(Mid(Line, 16, 3)) + Val(Mid(Line, 19, 2)) / 60 + Val(Mid(Line, 21, 3)) / 1000 / 60
            Flight(I).FlyTAS = Val(Mid(Line, 47, 5)) / 100
            Flight(I).FlyVAT = Val(Mid(Line, 55, 5)) / 100
        Loop Until Flight(I).FlyDate >= EndDate
 
Das Luftmassensteigen ist natürlich nicht einfach nur die Höhendifferenz zwischen 2 Loggerpunkten, sondern ich muss der Reihe nach folgende Berechnungen durchführen:
Berechnung Luftdichte für die aktuelle Flughöhe
Korrektur der Polare um den mitgeführten Ballast und die berechnete Höhe
Berechnung der kompensierten Varioanzeige unter Berücksichtigung der   Knüppelthermik durch dh=(v1*v1 – v2*v2)/(2*g)


 
Nun erhalte ich die Luftmassen, die ich in obiger Graphik aufgetragen habe. Die X-Achse ist dabei der Weg (km) entlang meiner Flugstrecke inkl. Umwege.
Zusätzlich kann ich jetzt die Kompensation und Qualität meines Varios checken, denn im IGC File findet man auch die Werte des kompensierten Varios (grün).
Die Rote Kurve ist dagegen die theoretische kompensierte Vario-Anzeige die wie beschrieben aus den anderen Messdaten gewonnen wurde. Sieht nicht so schlecht aus !




 
Oben noch das Höhenprofil dieser Flugstrecke die ich der Einfachkeit halber kurbelfrei ausgewählt habe. Tatsächlich konnte man hier 170km ohne kurbeln fliegen und auch für den ganzen Schenkel benötigte man nur einen Bart.
Unten noch meine True Airspeed aus dem IGC. Indicated ist natürlich deutlich niedriger.
250km/h in 4500m sind am Fahrtmesser 191km/h !
Durchschnitt waren 205km/h (am Fahrtmesser nur 156km/h)
 

1) Konstante Vorfluggeschwindigkeit



Das erste was man relativ leicht berechnen kann ist die Antwort auf die Frage, was das Sollfahrtfliegen wie ich es angewendet habe bringt im Vergleich zu einer konstanten Vorfluggeschwindigkeit.
Bei der Berechnung der Endgeschwindigkeit wurde der Zeitgewinn/Verlust durch einen fiktiven 4m Bart zum Ausgleich der Differenzhöhe angenommen



Man sieht, daß mein Vorfliegen ungefähr nach Sollfahrt einen Vorteil gegenüber konstanter Geschwindigkeit aufweist, der aber nicht sonderlich hoch ist (2.5% Vorteil).
Man erkennt gleichzeitig, daß es relativ egal ist ob man 10km/h mehr oder weniger schnell vorfliegt. Das ist ähnlich der bereits besprochenen hohen Toleranz bei fehlerhaften MC Einstellungen.


2.) MC-Fliegen für die beflogene Luftmasse

 
Um die Durchschnittsgeschwindigkeit zu berechnen, wird die gesamte bekannte Luftmasse beflogen, indem für jeden Messpunkt die dem eingestellten MC entsprechende Vorfluggeschwindigkeit berechnet wird. Diese ist wiederum abhängig von der Flughöhe.
Ein erstes Beispiel mit MC=4 ergibt eine Endgeschwindigkeit von 229km/h:



Allerdings sind die Beschleunigungen physikalisch unsinnig, da in diesem einfach Modell davon ausgegangen wird, daß ich an jedem Punkt sofort die richtige Geschwindigkeit anliegen habe.




Daher erfolgt in der nächsten Grafik eine neue Berechnung, bei der eine maximale Beschleunigung von 5km/h pro Sekunde^2 erfolgt. Das sind relativ sanfte Beschleunigungen, wie ich sie auch für sinnvoll halte.



Ergebnis: 212.6km/h bei einem MC von 3.5


Allerdings enthält auch diese Rechnung einen Fehler, den ich nicht vorenthalten will. Auch diese Rechnung geht davon aus, daß man ab dem letzten Gitterpunkt bereits auf den aktuellen Gitterpunkt zubeschleunigt, man also bereits 4s voraus das Steigen etwa abschätzen kann. Diese Annahme mag für sehr gute Segelfliegen und Wolkenkenntnis sogar zutreffen, aber gehen wir in der nächsten Rechnung mal davon aus, daß wir wirklich erst auf das veränderte Vario reagieren.


 
In einem weiteren Versuch wurde die Luftmasse (siehe obige Grafik) gefiltert durch einen moving Average über 12 Sekunden. Das dürfte sich dann eher damit decken, wie man als Segelflieger mit einem gedämpften Vario eine Luftmasse wahrnimmt.
 

Ergebnis: 211 km/h bei einem MC von 3.2

Fazit



Diese Simulation erscheint nun sehr realistisch, da auch die von mir geflogene Geschwindigkeit ziemlich mit der optimalen MC Speed identisch ist. Leichte Geschwindigkeitsnachteile auf meiner Seite sind sicherlich durch Konzentrationsverluste und andere kleine Fehler bedingt.
Es ist sehr wahrscheinlich, daß man durch perfekt vorausschauendes Fliegen ein noch besseres Resultat als die reine Reaktion auf Sollfahrt erzielen kann, mehr als ca. 220km/h waren aber physikalisch nicht möglich.

Ich möchte nochmals betonen, daß es hier NUR um das nachfliegen einer exakt vorgegebenen Linie ging. In Wahrheit kommt es aber in erster Linie aber genau auf die Linienwahl an die einen guten Segelflieger ausmacht !
 

Sonntag, 11. Januar 2015

Nochmal zu den Prognosen von Topmeteo

ich sitz zu Hause und schick gerade ein paar SMS an Hannu, der derzeit in Namibia die PK fliegt. Er wollte heute aufgrund der extrem schlechten Prognose von Topmeteo nicht fliegen, ich hab die schon morgens nicht geglaubt und konnte ihn zum fliegen überreden. Locker wieder ein 1000'er Tag wie man jetzt sieht und zwar flächig !
Und wie so oft dieses Jahr ist die vorhergesagte Gewitter und Schauertätigkeit deutlich kleiner als vorhergesagt.
Aktuell das annähernd perfekte Satbild 14 Uhr lokal und die entsprechenden Prognosekarten für den Tag bzw. für 14 Uhr lokal.



man muss einfach morgens rausschauen und auf den Satfilm und anschließend einfach normal starten und den ersten Schenkel fliegen und die Topmeteo Prognose falls sie denn Gewitter berechnet einfach erstmal ignorieren. Dieses Jahr gabs in vielleicht 1/5 der Fälle als Topmeteo für Kiripotib Niederschlag berechnete auch tatsächlich Regen.
Wäre man an diesen Tagen am Boden geblieben hätte man einen Haufen sehr gute Tage versäumt.
Ich will hier gar nicht Topmeteo allgemein kritisieren und wir können dankbar sein, daß es das und vor allem den SMS Service für Namibia gibt, aber man soll sich eben nie vom Fliegen abhalten lassen !


Samstag, 3. Januar 2015

die letzten Tage in Namibia

Danach wird das Wetter zunehmend schlechter (blau). Wir fliegen aber einige kurze Tasks als Mini-Kiripotib Challenge was allen viel Spass macht. 2x setz ich mich im Arcus mit rein, z.B. bei den Israelis:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=4124798
das war ein Regatta 316km Task, alles kompett im blauen mit immerhin 124km/h Schnitt.
Ich staun mal wieder, wie super sich so ein Arcus fliegen läßt.

Einmal hock ich mich auch zum Gerd mit rein:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=4124001

extrem trockene Luft

aktuell hält das viel zu trockene Wetter immer noch an, was wirklich ungewöhnlich ist und die letzten 4 Jahre nicht im Dezember oder Januar so vorkam.
Taupunkt bei -16 Grad, ein Spread von mehr als 50 Grad !!

Am Ende schaff ichs in der OLC Speed Wertung Afrika auf Platz 1:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/champion.html?sp=2015&rt=olc&st=olc-league&c=C1&sc=

in der Gesamtwertung musste ich mich erwartungsgemäss dem Alexander und Guy geschlagen geben:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/champion.html?st=olc&rt=olc&sp=2015&c=C1&sc=

Aber seien wir mal ehrlich, die hier aufgelisteten Piloten stehen auch und vor allem deshalb da oben, weil wir die Möglichkeiten haben hier mehr als 2 Wochen fliegen zu können, was nur ganz wenigen Segelfliegern vergönnt ist.

noch ein Super Tag am 21.12.2014

das gute Wetter gönnt uns jetzt keine Ruhepause und auch am 21.12. gehts weiter.
Satbild 14Uhr lokal
wie man am Satbild erkennt, drückt aber eine neue Luftmasse von Westen kommend rein und verdrängt die labile Luft in den Osten.
Entsprechend der erste Schenkel in diese Richtung.
Aussenlandestrasse Ludwig, das ist die Strasse die von der Kreuzung Richtung Osten führt (hier nach rechts).
Querab Gobabis
ich flieg noch einige km hinter Gobabis weiter, aber zunehmend bestimmen hohe Zirren das Bild und so drehe ich Richtung Südost ab.
Der Schenkel läuft ausgesprochen gut, sehr schöne Aufreihungen und ein 174'er Schnitt.
Richtung Lendepass
Richtung Nordwest
Danach dreh ich Richtung Gamsfarm (Nordwest). Anfangs nicht so gut, dann aber tolle Linien.
zunehmend gute Linien Richtung Nordwest
Die tragenden Linien gehen heute eindeutig in Nordwest Richtung und ich kann das glücklicherweise nun optimal nutzen.

das Ende der Wolken ist erreicht und ich flieg den Schenkel wieder retour Richtung Lendepass
da die Linie so gut ging, fliege ich sie gleich noch mal. Wenig einfallsreich, aber schnell.
Am Ende sinds 1283km mit 148'er Schnitt und Platz 1 im OLC.
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=4121551

Hammerwetter am 20.12.2014

am 19.12. konnte ich ein 1000km FAI, OLC=1165km mit einem 141'er Schnitt fliegen, musste mich aber an diesem Tag nicht nur dem Guy und Alexander, sondern auch dem Valentin mit der Antares23e geschlagen geben.
Der 20.12. war Hammerwetter vorhergesagt, die Kante sollte sehr gut werden.
Entsprechend ging mein erster Schenkel diesmal nach Westen, Richtung Rehoboth.
Es geht einigermassen dahin, wie immer halte ich mich Richtung Tigerpforte Pan, danach folge ich den Bergrücken Richtung Rehoboth.
Es ist noch komplett Wolkenlos, eigentlich sollte es längst Wolken haben.
Bei Rehoboth finde ich nichts vernünftiges, ich fliege im Gleitwinkel von Rehoboth weiter auf die ersten Berge nördlich Rehoboth zu und überfliege diese zentral, aber nichts als saufen.
Ich muss umdrehen um im Gleitwinkel der einzigen Aussenlandemöglichkeit hier zu bleiben (Rehoboth Airstrip) und beim zurückfliegen zieh ich nordöstlich der Berge aber eigentlich schon im flachen den Bart. Die Thermik funktioniert hier, bei senkrecht stehender Sonne, schon deutlich anders als in den Alpen !
ich komm mir vor wie in den Alpen, nah am Berg nordwestlich Rehoboth

auf dem Weg zurück nach Rehoboth treffe ich den Bart

Absaufer in Rehoboth
schon etwas höher, die ersten Wolken tauchen jetzt am Hakos-Gebirge auf


immerhin entschädigen dann die ersten zarten Wolken über den Hakos Bergen und bringen mich mit 3m/s das erste Mal auf über 4000m. Das fühlt sich schon besser an als die 2000m in Rehoboth und ich dreh nach Süden Richtung Helmering.

194km nördlich Helmeringhausen


135km nördlich Helmeringhausen
Anfangs sind die Bedingungen eher verhalten, aber südlich Maltahöhe wird es dann richtig gut.
Ich flieg nach Helmering noch weiter nach Süden, aber die Wolken sehen hier sehr merkwürdig aus und sind vom Wind zerblasen.
komische Wolkenstrukturen querab Aus
Ich dreh etwas südlich von Aus mangels verwertbarem Steigen unter den merkwürdigen Wolken um (so weit war ich noch nie im Süden) und dreh wieder Richtung Norden. Der Südschenkel mehr als 400km mit einem 167'er Schnitt.
kurz vor Helmering wieder perfekte Kantenbedingungen
Der Nordschenkel noch ein bisschen schneller, 174km/h Schnitt. Aber nicht ganz so schnell wie am 11.12.
Danach noch ein OLC Ritsche Ratsche Richtung Südost entlang einer schönen Aufreihung
kurz vor Mariental, Richtung Südost

Sunset im Ventus
Am Ende mein neuer persönlicher OLC Rekord, 1296km mit einem 151km/h Schnitt.
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=4120567

18.12.2014 1090km und einen guten Tag komplett versemmelt

es gibt so Tage, da denkt man, man hätte so einigermassen das maximal mögliche aus einem Tag rausgeholt und schaut dann abends in den OLC und kann es einfach nicht fassen was andere aus dem Tag gemacht haben. Heut war wieder so ein Tag.

das Satbild um 14 Uhr lokal zeigt nicht die ganze Wahrheit, gegen 5 war im Norden fast alles komplett breitgelaufen, nur noch vereinzelt Sonne am Boden
Geier oben markiert den ersten guten Bart 25km nordöstlich Kiripotib
mein erster Schenkel geht Richtung Osten, erste Fehlentscheidung des Tages.
Mühsam gehts im Blauen vorwärts, gleichzeitig konnte Bostjan bereits eine Aufreihung nach Süden nutzen. Mein Schnitt auf dem ersten Schenkel katastrophale 87km/h.
Danach  wende ich Richtung Mariental. Der Schenkel läuft ganz gut, 147'er Schnitt für die 448km.

auf dem Weg nach Helmeringhausen kurz vor Mariental stehen unter der Wolke vor mir 7m/s.

kurz danach erste Anzeichen des breitlaufens an einer Inversion

kurz vor der Bay zwischen Helmering und Aus

auf dem Weg nach Norden zunächst alles in Butter

aber bald ist erkennbar, daß im Osten nur noch sehr wenig Sonne am Boden ist.

ich tu mich schwer unter den Riesen-Flatschen Steigen zu lokalisieren, versuche oben zu bleiben und flieg viel zu langsam
Während wir uns nach Norden hochkämpfen demotivieren wir uns gegenseitig am Funk. Ich bleibe auf meiner Linie die eigentlich ganz gut trägt, Herbert geht entnervt Richtung Maltahöhe und muss im komplett abgeschatteten Gebiet den Motor ziehen.
Mitten im Schatten, im Umkreis von 50km keine Sonne, entdecke ich 2 Dust Devils am Boden, direkt drüber finde ich auch den Bart. Wo kommt die Energie noch her ? Ich flieg jetzt die 4. Saison in Namibia aber vieles verstehe ich immer noch nicht.
Der Schnitt wegen Angsthasenfliegens nur 112km/h.
Bostjan brettert zeitgleich etwas weiter im Osten einfach durch die ganze Pampe durch...

Am Ende lande ich in Kiripotib, bin glücklich ohne Motor heimgekommen zu sein und mir fallen die Augen aus dem Kopf als ich den Flug vom Bostjan anschau.
Er hat die Wetterbedindungen, die in dieser Weise so weit im Süden vielleicht nur alle 2 Jahre so vorkommen optimal genutzt und ist ein Riesenschenkel bis an die Grenze Südafrikas geflogen um dann noch ein 1345km FAI daraus zu machen indem er einen Wendepunkt an die Bay gesetzt hat.
Der beste Flug der Saison und ich glaube auch der punktstärkste OLC Flug jemals in Namibia.
Think BIG ! Das hat er an diesem Tag mal wieder perfekt gezeigt und ich bin von ein paar Abschattungen eingeschüchtert komplett Anfängermässig durch die Gegend geeiert.
Bostjans Traumflug im OLC

und was ich aus dem Tag gemacht hab:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=4118949

Auch Alexanders Flug ist toll, er flog das Dreieck anders rum und hatte so die Probleme mit den Abschattungen gar nicht erst:
http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?dsId=4119030