Mittwoch, 2. Mai 2012

1.Mai Flug, mit Wolkenkunde

Wetter-Jetzt und DWD waren sich einig, daß es kein guter Tag werden würde.
Wetter-Jetzt hatte die PFD am Vortag noch bei 0km, Problem hier aufliegende Wolken und Regen am Nachmittag. DWD war der Meinung der Tag wird blau.
WRF Modell sagte Wolkenbildung auf den Rennstrecken vorher.
Für mich war 100% klar, daß der Tag Wolken haben wird, am Abend vorher war die Labilität auf einmal angestiegen und die Luftmasse hatte sich kaum verändert. Diese Warmlufttage die langsam von der Höhe her labiler werden bieten manchmal ausgezeichnete Bedingungen am Bayerwaldkamm.
Ferner war bereits von der Wetterprognose her klar, daß aufgrund der Südströmung der Schwerpunkt der Bayerwaldkonvergenz auf die Tschechische Seite hin verschoben sein dürfte.
Mein Dreieck (ca. 750km) deklarierte ich entsprechend mit Wendepunkten im Mühlviertel zwischen Ottenschlag und Freistadt, den zweiten dann Ostecke Erzgebirge und den dritten Schneeberg (nahe Ochsenkopf, nahe Bayreuth). Es war angesichts der Jahreszeit (zu kurze Tage) wohl zu groß, aber man wächst ja an den Aufgaben.
Hier das Satbild:
Satbild 14 Uhr
man erkennt hier (14 Uhr lokal), daß wirklich nur die Rennstrecken laufen und daß es aber dort wirklich perfekt ist.
Track und deklariertes Dreieck, nicht geschafft.

im Prinzip waren im Nachhinein gesehen die Wendepunkte perfekt gewählt, das Dreieck war aber einfach aufgrund des durch die CTR Prag erzwungenen Umweges zu groß.
Ich werde nächstes Mal ganz frech mal anfragen ob ich durch Prag durchfliegen kann.
Zum Flug:
fette Inversion sichtbar, bei ca. 800m MSL.

tote Luft bis hinterm Pröller
wie immer Munlager Motor aus in 1700m, Flug Richtung Pröller.
Die Luft ist komplett tod, nichtmal ein Zupfer. 
Leider steht diesmal die erste Wolke (rechts) am Hirschenstein, unerreichbar für mich. Aber man kann sich am Gelände ja ungefähr aussuchen wo dann die Ablöse am Pröller stehen sollte da sich die Geländestrukturen ähnlich sind.
Bei meinem Anflug bildet sich links ein kleiner Flunsen. Ich dreh sofort in diese Richtung ein da der super in meiner Reichweite liegt.
Jeder einzelne der Bärte liegt (leichter Südwest) leicht im Lee der Berge. Das ist also auf der Nordostseite, im Schatten. Es ist allerdings anzunehmen, daß der tatsächliche Ablösepunkt exakt der Berggipfel war. Der Versatz kommt einfach daher, daß ich dort höher ankomme.
Man kann es sich fast als Grundregel merken daß man die Bärte bei Wind fast grundsätzlich im Lee der Auslösepunkte suchen muss. Das gilt eben sogar dann, wenn das die Schattenseite ist.
so schön sieht die Wolke dann aus als ich dran bin
Die Flunse wächst rasant an und als ich da bin find ich (bis dahin nichtmal ein Ruckeln) sofort 1.5m integriert (ich meine immer die Seeyou Messung inkl.zentrieren etc. und nicht die Maximalwerte am Integrator die meist deutlich höher sind).
Es ist zwar ein Riesen Umweg, aber dennoch aufgrund der Flunsenverteilung absolut offensichtlich, daß ich zuerst nach Norden, Richtung Arber/Osser muss.
erst nach Nordosten, dann nach Südosten ist die einzige Option

hinterm Osser, links neben dem Faden der gr. Arber.
einfach zu fliegen, erste Anzeichen der Konvergenz (Basissprung)

Ungefähr ab Lusen (aber deutlich auf die CZ Seite versetzt) werden die Bärte wirklich gut (2.5 integriert) und die Basis steigt bereits jetzt (12 Uhr lokal) auf fast 3000m (nur einzelne Wolken sind so hoch) an, die ich wegen FL95 Begrenzung in Tschechien nicht ausnutzen kann.
weiter südlich auch mal größere Lücken zwischen den Wolken
 Es gibt zwischendurch schöne Linien, dann wieder Wolkenlöcher die aber aufgrund der super Basis kein Problem sind. Ausserdem zieht es auch dazwischen im Blauen, Absaufrisiko nahe Null.
So, jetzt etwas Wolkenkunde, weil es an dem Tag so perfekt zu sehen war:
klarer Fall, rechte Seite
oben ein wirklich einfacher Fall. Ich nenne solche Wolken Schuhwolken, da sie vorne die Zehen haben, hinten geht das Bein schräg weg. Solche Gebilde ziehen in 99% vorne an den Zehen am besten.
In so einem Fall völlig Wind und Sonne ignorieren und das anfliegen was einem die Wolke sagt.
etwas schwieriger aber immer noch eindeutig
Schon an der Flunse links erkennt man wie der Thermikschlauch zieht. Die fette Wolke rechts zieht sicher mit 3m und man sieht die Andeutung einer Ausfransung rechts oben, daher auch klarer Fall daß die links ziehen wird.

perfekte Konvergenz
 beim Zurückfliegen nach Nordwest hat sich die Konvergenz perfekt aufgebaut.
Wo fliegt man diese Dinger am besten an ?
Oben erkennt man den Basissprung um fast 400m, an der scharfen Unterkante der kleinen Cu (am Faden) sieht man den besten Weg.
Ist man tief, kann man auch fast genauso gut unter der linken Kante des tiefen Teils fliegen. Neben der Kante gehts, natürlich unter Einhaltung sämtlicher seitlichen Abstände im entsprechenden Luftraum hoch wie am Hang.
die schöne Bayerwaldkonvergenz verlassen, Blick Richtung Karlovy.
Das tschechische Tiefland selber ist annähernd Wolkenlos, ich flieg also die gleiche Linie wieder retour, aber irgendwann muss ich die schöne Linie halt aufgeben und etwas ins Blaue, ich will ja das Dreieck fliegen.
Schwer wirds aber trotzdem nicht, Richtung Karlsbad stehen schon wieder schöne Wolken. Basis nicht mehr so hoch und Steigwerte deutlich tiefer aber allemal OK.
Clearance gibts wie immer vom netten Controller in Karlsbad, wobei ich mir Positionsmeldungen ersparen indem ich meinen Transponder einschalte. Er verfolgt mich tatsächlich andauernd weil er sich in dem Moment meldet wo ich die CTR verlasse.
Erzgebirge kocht

Am Erzgebirge sehr viele Überentwicklungen aber leicht fliegbar. Auch die Seite logisch, die Windräder am Erzgebirge zeigen Südwind an, die Linie steht weit nach Norden versetzt und die wetteraktive Seite der Überentwicklungen natürlich auf der Südseite anzufliegen (konvergenter Wind).
Auch hier einfache Grundregel. Weht der Bodenwind auf eine Überentwicklung zu wird man auf dieser Seite der Wolke immer Steigen finden.
Leider hört die Wolkenherrlichkeit 35km vor meinem Wendepunkt auf, es ist bereits 15:30 Uhr.
70km im Blauen ist möglich, danach wäre aber mein Task mit 70% Sicherheit nicht mehr zu schaffen, ausser ich find noch den 19 Uhr Wunderbart (durchaus möglich heute, wegen der starken Labilität).
Trotzdem möchte ich mal wieder einen Flug ohne Motor zu ende bringen und dreh ab.

am Rückweg auch mal größere Lücken
Am Rückweg am Erzgebirge Richtung Westen sind schonmal einige Wolkenlücken zu überbrücken aber meine Gleitzahl auch im Blauen und ziemlich Vollgas immer noch fast 50. Der Grund ist einfach der richtige Abstand vom Erzgebirgskamm, der mir durch die vorherigen Wolken vorgegeben war. Warum sollte sich die tragende Linie im blauen auf einmal verschieben ?
Granate mit Ansage
obige Wolke ist deshalb tragisch, weil man natürlich sehen kann daß ich dort viel zu hoch ankomm um das enorme Potenzial dieser Energie sinnvoll zu nutzen.
Daß dieses Ding ein aktives Monster ist sieht man an mehreren Punkten. Das wichtigste sind die fließenden Muster (1) wie bei einem Aquarell an der Seitenkante. Das haben nur gerade extrem aktive Aufwindzonen. Man sieht das auch manchmal an viel kleineren Wolken. Das sind immer Granaten.
Diese Wolke bietet dann gleich 3 weitere Aufwindmerkmale.
Bei (2) ein rotierender Aufwindschlauch, der hier völlig harmlos ist, aber genau an dieser Stelle entstehen dann teils die Tornados.
bei (4) Flunsen, die im Aufwind hochgerissen werden. Man kann das schon im Anflug erkennen ob der Fraktusfetzen richtig schön reingesaugt wird und bekommt ein Gefühl ob das 2m oder 8m sind.
Bei (3) wenn man tief genug ist, wäre trotzdem mein idealer Anflugpunkt. Eine kegelförmige Absenkung ist auch, wenn man der Wolke ansehen kann daß sie aktiv ist, ein 100% Merkmal.
Die Wolke brauchte mir 200m in 25 Sekunden. Integrator nach einem Kreis bei 6.8m.

rechts Regen, tolle Wolkenstimmungen
Der letzte Schenkel ab Bayreuth ist halt wie immer . Beim Weg nach Süden stehen die aktiven Dinger noch überm Wald, dennoch ist diese Route mit Vorsicht zu geniessen da man dann in ansteigendes Gelände reinfliegt und oft sind die Wolken dann weiter weg als man denkt. Daher der direkte Weg an Grafenwöhr vorbei über Munlager mit etwas Flunsen in der Abendthermik trotzdem teilweise besser.
Vorteil am Weg übern Arber / Pröller wäre natürlich nochmal einige km mehr die man am Abend verlängern kann.


letzte Flunsen in der Abendthermik (1m)
wie immer aufpassen, vorm Munlager ist halt die Waldkante und 300m Plus aufs Munlager braucht man um erstens über die Kante und dann auch nach EDMS zu kommen. Wie fast immer wenn man über die Kante am Abend fliegt starkes saufen direkt an der Kante und erst am Hangfuss der Abendaufwind (immer noch kurbelbar um 19 Uhr !). Das System hinter diesem Aufwind werde ich nie verstehen.

Hier der Flug im OLC:
OLC

Jürgen hat die LS4 geflogen und einen super Schnitt hingelegt (96km/h) mit der leeren LS4:
Jürgen OLC

Der Sepp, na ja, der hat glaub ich genug gelitten. Da sagen wir mal nix mehr dazu. Ausser: traue nie dem Wetterbericht.
















Donnerstag, 26. April 2012

Flug Alpen 25.April 2012

PFD Wetter-Jetzt sagte flächig 600km alles südöstlich Straubing bis ins Salzachtal.
Ich war sehr skeptisch wegen der starken Höhen-Südströmung. Bis jetzt hab ich bei sowas noch nie brauchbare Thermik gehabt.
Aber egal, da ich eh auf den Bayreuth-Wettbewerb trainiere gehe ich  ich auf jeden Fall an den Start mit Ziel die Überquerung vom Bayerischen Wald  über Haugstein bei Passau und Hausruck zu probieren.
sieht doch toll aus, Start in Straubing
Die Restwolken lösen sich zügig auf und bald bilden sich die ersten Bummerl in ca. 1000m. Ich warte noch etwas ab und starte dann gegen 10:30. Über Straubing zieht das Zeug nicht so wirklich (1m) und ich versuche mein Glück an der Waldkante.  Die Wolken oben im Bild ziehen mit maximal 1m, extrem zerrissen.
LX zeigt Südwind an, ca. 20km/h und ich bin mir sicher daß da die Waldkante bestens tragen sollte.
Aber in der Praxis ermöglicht der Wind am Pröller/Hirschenstein, wo ich unter Gipfel ankomme, gerade mal einen Nullschieber. Soweit zur Theorie mal die Waldkante dynamisch entlang fliegen zu können. Dazu braucht es wohl 50km/h.
Am Hang am Hirschenstein
 Irgendwann finde ich in dem Geblubber knapp 100m über dem Gelände (allerdings 100% safe da man dort ja immer ins Flachland abhauen kann) dann doch einen sehr bockigen 2m integriert der mich an die Basis bringt (1500m).
Weiter gehts mit einem 40'er Schnitt und durchschnittlichen 1m, die man auch nur findet wenn man 3x vorher einen vergeblichen Suchkreis geflogen ist, da aufgrund der horizontalen Windscherungen das Vario vor allem in Bodennähe nur Blödsinn anzeigt.
Insgesamt würde ich mal sagen die schlechtesten Bedingungen die ich jemals im Bayerwald geflogen bin bei super Wolkenoptik.
am Brotjackriegel vorbei (der mit dem Sender drauf)
Am Brotjacklriegel probier ich mal was neues und flieg im Lee (Nord) vorbei in der Hoffnung dort einen Leebart zu finden. Rentiert sich nicht, zwar find ich irgendwann wieder 1m aber dazwischen halt nur Saufen.
Ich flieg vor querab (westlich) Sonnen Richtung Haugstein (das ist die Erhebung östlich Passau üdlich der Donau)
links neben dem Panel Haugstein
Insgesamt wäre es wahrscheinlich besser direkt bis nach Sonnen zu fliegen und dann über Haugstein nach Hausruck, was zwar noch mehr Umweg ist aber thermisch sicherer.
Insgesamt flieg ich jetzt schon 100km mit durchschnittlich 400m AGL und es nervt langsam und ab hier wird es komplett blau. Wenn die Wolken nur 1m hergeben, was kommt dann jetzt ?
Ich find aber östlich Schaerding nochmal 1.3m integriert bis auf 1300m MSL die nochmal Hoffnung aufkommen lassen daß ich es doch schaffen kann.
Es ist logisch, daß ich mit der LS4 lange vorher das Handtuch geworfen hätte da ich die Chancen bei dieser miesen Thermik auf bestenfalls 20% schätze die Sache ohne Aussenlandung (Motor) zu schaffen.

Blick auf Hausruck, Windrad knapp rechts vom Panel
 entsprechend der Planung gehts weiter zum Hausruck. Inzwischen haben die besten Bärte nach mühsamen zentrieren 0.4m und halten immer nur für wenige Kreise.
Am Hausruck fliege ich in der Annahme noch Südwestwind zu haben die Westseite vom Hausruck an, der ca. 700m hoch reicht. Ich hab dort in meiner Wendepunkt Datei den besten Thermikspot (laut lokalen Experten) als Hausruck markiert (wenn einer die TP Datei haben möchte, einfach melden). Das ist das Windrad.
Leider flieg ich nun voll im Lee da der Wind hier auf einmal aus Osten kommt.
Meine Höhe baut nun drastisch ab und ich such ein schönes Feld (gibts hier zwischen Hausruck und Ried haufenweise) und werf meinen Motor. 2 Minuten später komme ich in den Luv-Aufwind ca. 2m Steigen. Mit etwas mehr Glück...
Umkehren kommt aber nicht in Frage da ich den Alpeneinstieg noch probieren will. Ich rattel also weiter Richtung Süden genau auf die vorgelagerten Berge zwischen Attersee und Traunsee. Erstens, weil die Alpenexperten mir das empfohlen haben und ausserdem, weil es dort tatsächlich wieder 2-3 Cu hat.
Ich komm dort mit ca. 1500m an, 1300m reichen zur Not aber auch.
ca. 1000m hohe Hügellandschaft zwischen Attersee (rechts) und Traunsee. Am Talausgang links wo der Traunsee reingeht liegt als Auffangpunkt der Flugplatz Gmunden.
 Nächster Punkt nun der Berg Steineck (empfohlen als Hotspot von anderen Segelfliegern) knapp Südwestlich des Flugplatzes Scharnstein.
links neben dem Panel Steineck
Ab nun ist es relativ einfach, die Thermik ist zwar weiter zerissen aber brauchbar, zudem tragen die Hänge im Südwind. Jetzt frontal in die Alpen zu fliegen geht nur bei hoher Basis (da steht das Tote Gebirge mit 2500m im Weg). Daher der bessere Weg heute schräg nach Südosten.

logische Linienwahl an den Südwesthängen entlang
an diesem Südwest-Hang der Bart des Tages, anfangs 4m
Da die Zeit langsam davon läuft dreh ich um und flieg ungefähr den gleichen Weg zurück.
Bei Micheldorch steigt ein Standardklasseflieger in meinen 1.5m Bart ein und kurbelt mich ganz böse aus. Um mir die Schmach daß er mich übersteigt nicht anzutun flieg ich weiter um was besseres zu suchen. Tatsächlich finde ich unter einigen Flunsen turbulente 2.5m und hab den anderen Flieger bald unter mir gelassen.
Ich steig über 3000m MSL und auf einmal wird das Steigen extrem ruhig.
Ganz offensichtlich bin ich ganz zufällig in eine Welle geraten.
Südwestwind hier 35 km/h, eigentlich nicht so viel.
Weiter gehts in ganz ruhigen Kreisen bis auf 3650m. Hier ist erstmal Stop angesagt weil ab FL125 auch in den Nord-Alpen ohne Freigabe Schluss ist. 
Ich hab die Welle oben als Kreis markiert. Inzwischen bin ich sicher, daß es eine Sekundärwelle des Toten Gebirges ist.
schön hoch in der Welle, 1.5m im Geradeausflug. Rechts unter mir ein Rotor.
Ich flieg nach Hause. Am Traunsee schau ich runter und kann es kaum glauben, da hats zur gleichen Zeit Nordwind (sieht man am Wasser) !
Windaufzeichnung Traunsee zeigt auch 15 Knoten Nord !
Da scheint eine riesige Luftwalze zu rotieren, es wäre interessant die exakten Luftströungen dort zu erfliegen.
Gesamtflugweg mit Motorlaufzeiten (rot)
Fazit:
Trotz meines Scheiterns heute ist die Sache ist auch mit einer LS4 bei normalem Wetter problemlos machbar.
Basis sollte halt >=2000m sein.
Erster WP Sonnen
Dann  Haugstein. Hier sollte mal Maximalhöhe machen. Wenn man hier keine Thermik erwischt, aufgeben und umkehren.
Hat man hier 2000m, kommt man bis Hausruck Windrad. Flugplatz Ried als Auffangplatz.
Von hier wiederum schafft man es bis in die Berge südlich Vocklabruck zwischen Attersee und Traunsee. Dort als Auffangflugplatz Gmunden oder Scharnstein.
Danach Steineck etc. dann ist es eh a gmahte Wiesn.

Wer von den Straubingern Lust hat, gerne auch mal im echten Teamflug.














Dienstag, 17. April 2012

Dienstag, 17 April

Ich schilder mal wieder kurz den Tag.  Bilder gibts keine, meine Kamera liegt noch im Ventus.
Nach einer abziehenden Front sagte DWD (TT) und Wetter-Jetzt super Thermik voraus.
Da mein Ventus immer noch (nach 2 Wochen) bei Schempp-Hirth steht, wollte ich mit der LS4 raus. Die hängt ja bestens positioniert an der Hallendecke und das einzige was man rausräumen muss ist der Mose.
Ich war schon um 8:30 draussen weil ich sehr frühen Thermikbeginn vermutete.
Leider kondensierte quasi aus dem Nichts ein Feld mittelhoher Bewölkung (ca. 3000m) was langsam nach Osten abzog und erst ab ca. 9 die Sonne durchließ. Danach dauerte es keine 5 Minuten bis die ersteb Bummerl rauskamen, ein Zeichen extrem aktiver Luftmasse. Nördlich ca. Weiden war es von Anfang an klar, hier hätte man locker um 9:30 starten können.
Um 11 Uhr konnte ich dann mit KlausI in der DW starten, vielen dank nochmal fürs Schleppen.
Zu diesem Zeitpunkt war der Bayerwald schon ziemlich dicht und ich flog erstmal Richtung Regensburg und dann Nordkurs mit der Idee ein Dreieck zu fliegen über Zell Heidberg, östliches Erzgebirge und über die Tschechei retour.
Laut DWD sollte die Luft nach Norden zu trockener sein (2/8 Cu) und so hoffte ich dort auf besseres Wetter und wollte dann in der abtrocknenden Abendthermik wieder retour fliegen.
Ich machte einen Schlenker bis Regensburg Oberhub und ging dort auf Nordkurs da dort noch etwas Sonne zu sehen war.
Das überraschende an dem Flug waren eigentlich die guten Steigwerte (öfters mal 4m kurzzeitig am Integrator) was man bei dieser Wetteroptik nie vermutet hätte. Der Schnitt bis in den Thüringer Wald (querab Sonneberg) war daher trotz viel Zick Zack fliegen um die paar Sonnenstrahlen zu finden über 100km/h, was mit der leeren LS4 und etwas Gegenwind gar nicht schlecht ist.
Es war trotz Wochentag viel Plastik unterwegs und es ist klar, daß die LS4 im Vergleich zum Ventus steigt wie ein Ballon. Während ich mit dem Ventus regelmässig von anderen ausgekurbelt werde war heute das Gegenteil. Man kann wunderbar eng kurbeln auch bei 90km/h, fliegt sich wirklich schön.
Bei Sonneberg bekam ich dann kalte Füsse im doppelten Sinne. Erstens war hier die Bewölkung auf 8/8 angestiegen und die Sicht war schlecht, so daß ich nicht beurteilen konnte ob ich bei Fortsetzung des Fluges nochmal Sonne finde. Zweitens waren meine Füsse eingefroren. Ich hatte mir eine Schuhheizung gekauft, die zwar meine Zehen einquetschte aber dann gar nicht funktionierte. Ich beschloss daher umzukehren und Direktkurs Straubing zu nehmen da ein Weiterflug unmöglich war.

Südlich Weiden bis zur Waldkante war die Bewölkung 100%, nur im Süden erkannte man einen hellen Streifen. Ich hatte etwas zu viel Angst es nicht mehr zu schaffen (kein Rückholer) und nahm komplett das Tempo raus und kurbelte alles was ich fand. Im Nachhinein betrachtet unbegründet denn auch unter der Komplettabschirmung waren noch 2.5m zu finden.
Ab der Waldkante war dann wieder Sonne in 5/8 und die Thermik super. Man stolperte von einem 3m in den nächsten. Ich konnte aber aufgrund der Füsse unmöglich weiterfliegen und landete um 15:30 mind. 2 Stunden vor Thermikende.

Andere Flieger wie Alexander Müller, die in Bayreuth morgens nicht in der Abschirmung steckten konnten mit über 900km zeigen was in dem Tag steckte.

Fazit:
Ich schaffe es immer wieder mich von der Wetteroptik täuschen zu lassen. Wenig Sonne bedeutet keinesfalls immer schlechte Thermik. Heute steckte die Energie einfach in der polaren Luftmasse und da reichen kleinste Auslöser  um gute Bärte abgehen zu lassen.

Hier das Satbild um 15:30 (Landung) was die teilweise 50km großen Komplettabschirmungen erkennen läßt:


mein mickriger Flug:

OLC




Sonntag, 1. April 2012

Streckenflugsaison eröffnet!

Für viele war es noch ein sonniger Tag daheim - beim Frühjahrsputz, bei der Gartenarbeit oder beim Spazierengehen.

Sepp, Robert und Lukas (mit Julius auf dem Rücksitz?) haben jedoch den Wetterbericht aufmerksam gelesen und wurden nicht vom guten Wetter überrascht.



Sepp und Robert flogen ein schönes Dreieck, erst mal rauf nach Weiden. Dann drehten beide um und flogen zurück in den Bayerwald. Robert kam bis Grafenau, Sepp flog ein paar Kilomenter weiter bis Höhe Freyung.

Lukas mit dem Dreirad ließ es sich an der vorderen Waldkante gutgehen und flog bis nach Lalling und zurück.

Von den km her legte Sepp mit u.g. Flug die größte Leistung hin.


Und hier die Wertung unseres neuen Destination Wettbewerbs nach dem ersten Flugwochenende. Unter Berücksichtigung der neuen Regeln konnte Lukas den Wochensieg für sich verbuchen und geht somit auch in der Gesamtwertung in Führung!



Eine schöne Woche an Euch und bis zum Oster-Wochenende!

Roy

Sonntag, 25. März 2012

LSV OLC Champion beendet - LSV "Destination" kommt!

Liebe Streckenflieger,

den meisten von Euch dürfte nicht entgangen sein, dass die Geier wieder kreisen. Wer sich heute im bayerischen Wald aufgehalten hat, der dürfte angesichts der Wolkenoptik schon ein leichtes Zucken in der Knüppelhand an sich beobachtet haben.



Pünktlich zu Saisonbeginn wird im LSV daher eine Neuerung eingeleitet: Wir beenden den LSV Wettbewerb "OLC Champion", der seit einigen Jahren bei der Jahreshauptversammlung in Form von 3 Pokalen beendet und gefeiert wird.

Der Wettbewerb wird ersetzt durch einen deutlich spannenderen Wettbewerb, in dem vom Streckenflug-Einstieger bis zum Kilometerfresser jeder die Chance auf den 1. Platz hat!

Schwer vorstellbar? Doch, das geht - und zwar nach dem Wettbewerbskonzept namens "Destination", dass sich in einigen Vereinen in den letzten Jahren bewährt hat.

Und das geht so:

Der Entwicklungsstand eines jeden Piloten wird in die Wertung miteingebracht:
- Cracks unterliegen einem Handicap
- Schein-Neulinge und Einsteiger bekommen Boni.
- Fortgeschrittene Piloten bleiben neutral, also weder Handicap noch Bonus.

Im "Destination LSV Straubing - 2012" wird das so aussehen:


Es wird 4 Gruppen geben, wovon eine Gruppe einem Faktor von 0,6 unterliegt, eine Gruppe neutral gewertet wird und die zwei verbleibenden Gruppen einen Bonus von Faktor 2 bzw. 3,5 bekommen.






Die Faktoren und die Zuordnung der Piloten zu den Gruppen wurden auf Basis der Ergebnisse der letzten Jahre berechnet und bringen die Piloten auf ein ähnlich hohes Punktlevel in der Wertung:















Der Wertung zugrunde liegen unverändert die OLC-Plus Regeln (also auch die Flugzeugindices).

Rechenbeispiel:

- Robert fliegt mit seiner ASW-19 im OLC Plus 500 Punkte nach Hause. Da er in der "Gruppe Gelb" mit Faktor 1 ist, bekommt er im Destination 500 x 1,0 = 500 Punkte.

- Philipp fliegt am gleichen Tag 770Punkte mit seinem Ventus. Da er in der "Gruppe rot" mit Faktor 0,6 ist, bringt ihm das im Destination 770 x 0,6 = 450 Punkte.

- Lukas ist im neuen Jahr Schein-Neuling und bekommt (nur in diesem Jahr) für jeden Flug den Faktor 3,5 gutgeschrieben. Er legt mit der ASK-23 einen guten Streckenflug mit ca. 180 OLC Plus Punkten hin. Das ergibt im Destination 180 x 3,5 = 630 Punkte.

Wie Ihr seht wird dieser Wettbewerb sicher nicht bereits nach den Top-Tagen Anfang Mai entschieden sein. Auch werden vermutlich nicht wie gewohnt die immer gleichen Namen auf dem Treppchen stehen!

Jeder Teilnehmer fliegt auf seinem eigenen Level, jeder Teilnehmer kann sich ganz vorne Platzieren, wenn er auf seinem Niveau versucht, das Beste aus sich herauszuholen!

Viel Spaß im Neuen Jahr mit dem "Destination LSV Straubing - 2012"!

VG,
Roy

Dienstag, 13. März 2012

Skifahrt 2012



Alle Jahre wieder kurz vor Saisonbeginn schnuppert die LSV-Jugend Höhenluft beim Skifahren




Dieses
Jahr machten wir den Wilden Kaiser in Tirol unsicher.


Nach der Jahreshauptversammlung und einer kurzen Nacht brachen wir zu siebt auf in Richtung Alpen, und das auch noch pünktlich.





Nach der vom Stau belustigten Anreise freuten wir uns als wir endlich am Skigebiet waren.Oben angekommen sahen wir uns umgeben von Sonnenschein, 1 A Pisten und 8° Temperatur. Bei bester Aussicht meisterten wir die Abfahrten, die unten auch mal etwas matschig wurden, und hatten viel Spaß. Noch mehr freuten wir uns schließlich, als wir die typischen Wolken einer Welle, tief fliegende Airliner und das eine oder andere sonstige fliegene Gerät zu Gesicht bekamen.







Nach einigen Stunden auf den Pisten und einer guten Brotzeit zwischendurch gings wieder zurück ins Tal und - anders als die Jahre zuvor - nach Hause. Wir waren so ersch
öpft, dass wir die Fahrt großteils zum schlafen nutzten.






Ein wirklich gelungener erster Vereinsausflug dieses Jahr.

Montag, 17. Oktober 2011

Abfliegen

Die Saison ist offiziell beendet.

Dies feierten wir am letzten Flugtag mit dem alljährlichen Abfliegen.
Bei erstklassigem Wetter absolvierten viele junge und jung gebliebene Piloten eine Art Wettbewerbsprogramm, bestehend aus Flugaufgaben, Bodenaufgaben und einem Theorietest.


Recht zügig fingen wir mit dem Flugprogramm an, wobei wir in Zweier-Teams Rollübungen und eine hochgezogene Fahrtkurve machten. Als besondere Herausforderung galt es, einen Segelflugzeuganhänger im 5km² großen Übungsraum zu suchen. Selbstverständlich ist der Flug erst mit der Landung zu Ende. Deshalb wurde auch diese mit einem Ziellandewettbewerb bewertet.







Weiter gings am Boden. Neben der Vernichtung von Kaffee und Kuchen (vielen Dank an unsere frischgebackenen Schein- bzw. wieder Scheinpiloten) gab es lustige Aufgaben, wie Schleppseil zusammenlegen auf Zeit, Papierflieger-Weitwurf oder IFR-Kinder-Traktor fahren.
Der Theorietest war ebenso lustig, da neben den ernsten Antworten zum Teil Antworten mit Anspielungen auf bestimmte bekannte Vereinskameraden vorkamen, welche uns immer wieder zum schmunzeln brachten.









Als wir wegen der einsetzenden Dunkelheit den Flugbetrieb glücklich und zufrieden einstellen mussten und die Hallentore schlossen kam gerade der Schweinebraten (übrigens sehr lecker!) für die Feier am Abend, bei der neben den Piloten auch Freunde und Familie dabei waren. Für ordentlich Stimmung sorgte ein zum Wettbewerb gehörendes Spiel: Phantomime (mit Segelflugbegriffen)
So mussten z.B. Blauthermik, Rückseitenwetter, Absaufen und dergleichen vorgespielt werden



Ganz zum Schluss wurden die Sieger des Wettbewerbs (Hiendlmeier Markus und Lutz) geehrt.

Ein wirklich gelungener Saisonabschluss!